Blickpunkt 21 – Leopoldine

Wie lässt sich auf einem ehemaligen Industriegelände ein guter Wohnort mit viel Freiraum schaffen? Beim Projekt Blickpunkt 21 Leopoldine in Wien stand genau diese Frage im Mittelpunkt. Die Lage zwischen Park, Grünverbindung und dem Erholungsraum Richtung Alte Donau macht den Freiraum hier besonders wichtig.

Der Bauplatz liegt auf dem früheren Gelände der Wiener Netze GmbH. Ziel war es, die Fläche für Wohnen, Gärten und Freizeit nutzbar zu machen und dabei Boden, Grundwasser und Tiere zu schützen. Dafür wurde der Untergrund genau untersucht und die Umsetzung laufend überprüft. Gleichzeitig entstanden neue Lebensräume für Vögel, Eidechsen und Insekten.

PlanSinn plante den gesamten Freiraum und ordnete ihn klar. Die Autos stehen in Sammelgaragen, deshalb bleibt der Boden zwischen den Gebäuden frei. So können Bäume gut wachsen und langfristig Schatten spenden. Ein einfaches Wegekreuz verbindet alle Hauseingänge. Die Eigengärten im Erdgeschoß sind durch Hecken und bepflanzte Streifen abgegrenzt. Diese schaffen Abstand, bieten Rückzugsorte für Tiere und rahmen die gemeinschaftlichen Flächen. Über 10.000 Pflanzen und Baumgruppen sorgen für Grün und Kühlung, unterstützt durch eine automatische Bewässerung. Drei Bereiche bieten Platz für Begegnung und Nutzung: ein kleiner Eingangsplatz, ein zentraler Treffpunkt mit Sitzmöglichkeiten und ein Spielbereich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Alle Wege sind barrierefrei, Fahrradabstellplätze erleichtern den Alltag.

So entstand ein klar strukturierter Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Die vielen Pflanzen, Bäume und gut nutzbaren Bereiche machen das Quartier lebendig und angenehm. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie eine ehemalige Industriefläche wieder sinnvoll genutzt werden kann.


AuftraggeberInARWAG Holding - AktiengesellschaftPartnerInnenSMAC - Smart Architectural Concepts KGBearbeitungErik Meinharter (PL)Zeitraum2016-2020