Staub, Lärm, hohe Verkehrsbelastung: Wenn ein neuer Gebäudekomplex errichtet wird, ist das oft unvermeidlich. Wie können die AnrainerInnen auf diese Belastung vorbereitet werden?



In Floridsdorf wird in den nächsten Jahren das Krankenhaus Nord mit ca. 850 Betten auf einem ehemaligen ÖBB-Gelände errichtet. PlanSinn konzipierte die Anrainerkommunikation und führt sie in den nächsten Jahren durch. Die Errichtung des Krankenhauses Nord ist für die unmittelbaren AnrainerInnen mit Belästigungen verbunden: Staub, Lärm und mehr Verkehr. Das ist unvermeidlich. Was aber durch die AnrainerInnenkommunikation vermieden werden kann, sind überraschende Belastungen. Und das macht nach den Erfahrungen bei anderen Wiener Großbaustellen einen großen Unterschied. Wer auf eine Belästigung vorbereitet ist, empfindet sie als weniger störend.

Ziel der AnrainerInnenkommunikation ist eine Minderung der subjektiven Belästigungen der AnrainerInnen ebenso wie das Aufspüren, Aufzeigen und Nutzen von technischen und organisatorischen Handlungsspielräumen zur gegenseitigen Erleichterung der Bauabwicklung (z. B. Anbringen eines Blendschutzes bei Scheinwerfern während der Nachtarbeiten).

Information ist Bringschuld
Aus unseren bisherigen Projekten haben sich folgende Prinzipien für die AnrainerInnenkommunikation herauskristallisiert:

  • Information ist eine Bringschuld des Bauträgers, sie erfolgt aktiv und so früh wie möglich.
  • Die Information muss kontinuierlich erfolgen – AnrainerInnen müssen sich darauf verlassen können, dass sie regelmäßig und vor besonderen Ereignissen informiert werden.
  • Die Information der AnrainerInnen über unvermeidliche Belästigungen erfolgt so zeitgerecht, dass sie noch reagieren können.
  • Der Bauträger bemüht sich, die Belästigungen möglichst gering zu halten, er signalisiert Offenheit und Gesprächsbereitschaft, es gibt eine weitgehende Kontinuität der Personen.
  • Können Kompensationsmaßnahmen angeboten werden, so sind über die Dauer der Baustelle hinaus positiv wirkende zu bevorzugen (z. B. Unterstützung beim Einbau von Schallschutzfenstern).

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